Bislang sind folgende Veranstaltungen auf dem dritten antifaschistischen Camp im Rheinland in der konkreten Vorbereitung (alphabetische Sortierung):
Music & Co: Kobayashi (Bremen - Punk/ HC), Feine Sahne Fischfilet
(Meck-Pomm - Ska/Punk), zOSCH! (Köln - Punk), Bun Babylon (Köln - Raggae/
Dancehall)
"Autonome Nationalisten" – Die Modernisierung neonazistischer Jugendkultur
Was ist neu an den „Autonomen Nationalisten“ und was nicht? Warum verwenden
sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt
sind? Welche Bedeutung hat der „Schwarze Block“ für sie?
Wie greifen andere Neonazis das Konzept der „Autonomen Nationalisten“ auf
und welche Überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere
in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische „Aktionsgruppe Rheinland“
wird auf ihre Inhalte untersucht. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung
von Gewalterlebnissen auf neonazistischen „Großevents“ für die „Autonomen
Nationalisten“.
Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische
Intervention gegen „Autonome Nationalisten“ aussehen kann.
Abschiebung verhindern – papierlose Menschen unterstützen
Immer wieder stehen in euren Städten Familien kurz vor der Abschiebung oder
Flüchtlinge, die abgetaucht sind, brauchen Unterstützung. Dabei stellen sich
oft viele Fragen. Wie kann man unterstützen? Was gefährdet vielleicht die
Betroffenen? Wie viel Verantwortung kann eine Gruppe übernehmen? Wie kann
man vor Ort Netzwerke aufbauen?
Seit über zwei Jahren unterstützt stay! papierlose Menschen in Düsseldorf
und berät Flüchtlinge, die kurz vor der Abschiebung stehen.
Workshop mit vielen Infos + Film von stay! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative
Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Repression gegen Antifa Gruppen
Welche Strategien der Staatsmacht gibt es um gegen Antifa Gruppen vorzugehen?
Beispiele einiger aktueller Verfahren und passender Gegenstrategien. Wie kann
das Wissen von Antrepressionsarbeit an Jugend Antifas weitergegeben werden?
Verhalten bei Zeugenaussagen, Polizeiprovokationen, Hausdurchsuchungen. Ausserdem
gibt es für interessierte Gruppen mehrere Vortragsvorlagen zum weitergeben
und selbermachen
Anarcho-Syndikalismus
Antifa & Männlichkeit
So gerne wir das hätten: Die radikale Linke ist keine Insel. Antisexismus
gehört zwar irgendwie zum propagierten Selbstbild der Antifa-Bewegung, zwischen
Anspruch und Wirklichkeit finden sich allerdings immer wieder Lücken. Viele
Antifa-Gruppen sind „männlich“ dominiert und werden auch von außen so wahrgenommen.
Das Bild des harten, männlichen Straßenkämpfers dient vielen Aktivisten als
Identifikation und findet sich entsprechend auf Plakaten, Flyern und in persona
auf vielen Aktionen wieder. Auch im Umgang untereinander, in unseren Beziehungen
stellen wir fest, dass patriarchale und heterosexistische Sozialisation und
Strukturen auch nicht vor unseren Hirnen und Herzen Halt machen. In der AG
diskutieren wir Möglichkeiten einer Antifa ohne Mackertum.
Darüber hinaus gibt es „open space“ für AGs nach den Themen, die ihr selbst
mitbringt und diskutieren wollt. Wir bieten euch nach Wunsch Moderation &
Material dafür. Außerdem bieten wir euch im Anschluss eine Lieblings-Lounge
an, wo wir unsere Lieblingsbücher, -texte, -filme und -musik rund ums Thema
zum Schmökern, Stöbern und Chillen zur Verfügung stellen.
Antifa in Prag (aus Prag)
Ein Überblick über die Situation und die Arbeit der Antifa in Tschechien –
von einer Genossin aus Prag
Antikapitalismus von rechts?
Soziale Themen haben in der Agitation der extremen Rechten an Bedeutung gewonnen.
"Sozial geht nur national" heißt das Motto einer bundesweiten Kampagne,
mit der sich die NPD als einzig wirkliche Interessensvertreterin der "kleinen
Leute" und „einzig authentische Anti-Globalisierungspartei“ inszenieren
möchte. Neonaziaufmärsche wenden sich gegen Massenarbeitslosigkeit, die Globalisierung
oder gleich gegen das ganze "System". Die soziale Frage soll nationalisiert
werden. So möchte nicht nur die NPD ihren Einfluss steigern.
Doch neben der bekannten Hetze gegen MigrantInnen ("Arbeitsplätze zuerst für Deutsche!") sind scheinbar neue Töne zu hören. Teile der NPD, ihrer Jugendorganisation JN und vor allem die aktionistischen "Freien Kameradschaften" und "Autonomen Nationalisten" haben sich einen "Antikapitalismus von Rechts" auf die Fahnen geschrieben. Ihre historischen Bezüge sind vielfältig: Mal beziehen sie sich auf die Idee eines "Preußischen Sozialismus", mal auf den von Hitler 1934 ausgeschalteten NSDAP-Flügel um die Brüder Strasser, mal auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik des NS-Staates. Trotzdem erreicht dieser "Antikapitalismus von Rechts" seine Zielgruppen und verhilft der NPD zu Wahlgewinnen, vor allem im Osten. Warum das so ist, was den extrem rechte Antikapitalismus charakterisiert und auf welche historischen Vorläufer er sich stützt, soll auf dieser Veranstaltung diskutiert werden.
Antimilitarismus
Blockadetraining Basics
Castor
Computer-Fit - Workshop zur Datensicherheit
Surfen, Mailen, Schreiben und Aufbewahren sind alltägliche Aufgaben politischer
Aktivist_innen. Viren, Überwachung und Abstürze sind dabei die größten Gefahren.
Also zeigen wir euch, wie ein Computer sicher und verlässlich gemacht werden
kann und helfen euch vor Ort dabei.
Themen: E-Mail-Verschlüsselung, Grundlagen Computer-Hardware und Betriebssysteme, Festplatten-Verschlüsselung und Backup, Anonymes Netzwerken, Hilfe bei Problemen.
Dancehall & Homophopie
Hintergrund der Veranstaltung sind die jüngsten Diskussionen und Aktionen
rund um die Auftritte der jamaikanischen DeeJays Sizzla und Elephant Man in
NRW in den vergangenen Monaten. Entlang des in der LOTTA #37 (antifaschistische
Zeitschrift aus NRW) erschienenen Artikels "ring di alarm"versucht
der Referent Homophobie in Jamaika und in der *Dancehall* anhand von Bildern
und Musik aufzuzeigen und zu erklären.
Dabei geht es einerseits um die Kritik an homophoben Einstellungen in Jamaika und dem Hass auf Schwule und Lesben in Liedtexten jamaikanischer "Künstler". Andererseits sollen Sichtweisen und Einschätzungen jenseits bisheriger Interpretationen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) und diverser linker Gruppen aufgezeigt und diskutiert werden.
Demoorga / Verhandlungen / Organisaton
Der Bildungsstreik - Kritische Auswertung und Perspektiven
In dieser Veranstaltung sollen noch einmal die Bildungsproteste der letzten
zwei Jahre unter die Lupe genommen werden. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen
austauschen, auswerten und die Frage stellen, was sich lernen ließe für die
Zukunft - auch über dieses spezielle Feld hinaus. Im Hintergrund wird so ganz
allgemein die Frage nach Möglichkeiten linksradikalen Engagements im Spannungsfeld
von Kritik und Intervention eine Rolle spielen.
Die extreme Rechte in den "social networks"
Die "social networks" wie Facebook, MySpace oder Wer-kennt-Wen?
Dienen nicht nur der Vernetzung extrem rechter Szenen, sondern sie eröffnen
Räume für Propaganda und Werbung. In eigens geschaffenen Gruppen tauschen
Neonazis Materialien und Termine, organisieren Aufmärsche oder "Nationale
Grillabende" und gestalten einen virtuellen Sozialraum. In Hunderten
von Gruppen verknüpfen sie "populistische" Forderungen mit neonazistischen
Parolen, verbreiten Weltverschwörungshalluzinationen und erreichen eine bedenklich
hohe Anzahl von UnterstützerInnen "aus der gesellschaftlichen Mitte".
Doch sind diese Unterstützung und dieser Sozialraum "nur virtuell",
unverbindlich und substanzlos? Oder lassen sich darüber mehr Menschen erreichen,
als beispielsweise durch Aufmärsche durch abgeschirmte, menschenleere Vororte?
Der Workshop bietet Einblicke in die vielfältigen neonazistischen Aktivitäten
in den "social networks" und wirft die Frage nach antifaschistischen
Gegenstrategien auf.
Die kirchliche Rechte – Christlicher Fundamentalismus in Deutschland
Schritt für Schritt und oft mit leisen Bewegungen im Hintergrund öffnet Joseph
Ratzinger alias Benedikt XVI. der kirchlichen Reaktion Tür und Tor. Das äußert
sich in der Rehabilitation antisemitischer Elemente ebenso wie in neuen Chancen
für Organisationen wie die Priesterbruderschaft St. Pius X. oder Opus Dei,
die in immer größerem Ausmaß Morgenluft wittern. Antimoderne, antiemanzipatorische
Kräfte wie christliche Lebensschutzvereine, die das Recht auf Schwangerschaftsabbruch,
die Gleichstellung von Lesben und Schwulen und jede Kritik an patriarchalen
Verhältnissen bekämpfen, profitieren davon. Dies gilt keineswegs nur für die
katholische, sondern auch für die evangelische Kirche. Dort machen Evangelikale
erfolgreich mit Massenveranstaltungen von sich reden, gründen Schulen, in
denen die Evolutionslehre in Frage gestellt wird. Auch Evangelikale unterhalten
Kontakte zu Rechtsaußen-Organisationen und werden immer wieder politisch aktiv.
In der AG wird ein Überblick über die christliche Rechte in Deutschland und
ihre aktuelle Entwicklung geboten.
Die neoliberale Stadt in der Krise. Chancen und Grenzen lokalen
Widerstands
Trotz oder gerade wegen des globalisierten Kapitalismus bleibt die lokale,
städtische Ebene Austragungsort zahlreicher sozialer Kämpfe. Ob es dabei um
die Verteidigung sozialer Errungenschaften, den Erhalt günstigen Wohnraums,
um Widerstand gegen repressive Sicherheitspolitiken, Gentrifizierung und Leuchtturmprojekte
oder um offensive Forderungen (bspw. zur Vergesellschaftung städtischer Betriebe
oder für den kostenlosen Zugang zu städtischer Infrastruktur) geht: Die Kräfteverhältnisse
haben sich durch den Wandel lokaler Politik zur neoliberalen oder unternehmerischen
Stadt für emanzipatorische Projekte maßgeblich verschlechtert. Standortpolitik,
sprich: die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, erhält auf Kosten anderer
Handlungsfelder höchste Priorität und ist, quer durch (fast) alle Parteien,
zu dem hegemonialen Leitbild städtischer Politik avanciert.
In dem Workshop soll auf Grundlage eines kurzen Inputvortrages und Euren Erfahrungen
diskutiert werden, inwiefern die aktuelle Wirtschaftskrise, welche häufig
auch als Krise des Neoliberalismus thematisiert wird, auch zu einer Krise
der hegemonialen Anschlussfähigkeit neoliberaler Stadtentwicklung geführt
hat. Können emanzipatorische Bewegungen, Initiativen und gegenhegemoniale
Projekte vor diesem Hintergrund das Leitbild der unternehmerischen, wettbewerbsfähigen
Stadt nachhaltig erschüttern und so die Interventionsmöglichkeiten für die
verschiedenen Formen lokalen Widerstandes wieder dauerhaft verbessern?
Dortmund
Dresden
Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie mit Michael Heinrich
Europa von rechts – Eine Bestandsaufnahme über die extreme Rechte in Europa
Europäisches Grenzregime
Europa wächst zusammen!“ lautet die gängige Devise. Mit der Öffnung der Binnengrenzen
ist die Sicherung des Territoriums vor 'unerwünschter' Einwanderung nicht
mehr nur eine nationalstaatliche Angelegenheit, die Verwaltung und Abwehr
von Migration wird inzwischen von den europäischen Staaten zunehmend gemeinsam
organisiert. So wurde seit den neunziger Jahren eine Vielzahl asyl- und einwanderungsrechtlicher
Maßnahmen beschlossen, um eine Angleichung der rechtlichen Materie zwischen
den Mitgliedsstaaten herbeizuführen. Daneben ist es das erklärte Ziel der
europäischen Politik, im Rahmen des gemeinsamen „Raumes der Freiheit, der
Sicherheit und des Rechts“, ein integriertes Grenzschutzsystem zu schaffen.
Dies umfasst zum einen eine zunehmend militarisierte Einreisekontrolle und
den Aufbau technischer Überwachungssysteme an der territorialen Grenze. Zum
anderen arbeitet die europäische Politik verstärkt mit den Herkunfts- und
Transitstaaten der Migrant/inn/en zusammen, um Wanderungsbewegungen bereits
im Keim zu ersticken und die Rückführung der Menschen ohne Aufenthaltsstatus
zu erleichtern. Eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung dieser umfassenden
Grenzschutzpolitik spielt die europäische Grenzschutzagentur „Frontex“ - eine
Behörde mit Sitz in Warschau, welche fernab von demokratischer und rechtsstaatlicher
Kontrolle die „Sicherheit Europas“ voran treibt. Die beiden Referenten wollen
in der Veranstaltung einen Überblick geben und die unterschiedlichen Aspekte
der europäischen Grenzschutzpolitik beleuchten.
Extrem rechte Wahlparteien und Neonazismus in NRW – eine Bestandsaufnahme
Wie stark sind NPD, DVU, REP, PRO, „Freie Kameradschaften“ bzw. „Autonome
Nationalisten“ in NRW, wie sehen ihre Strukturen, Strategien und Aktivitäten
aus? In der Arbeitsgruppe soll eine Bestandsaufname in NRW versucht werden.
Feminismus
Fußballfans, Ultras und die extreme Rechte
Der Vortrag beschäftigt sich mit aktuellen Erscheinungsformen von Rassismus
und Neonazis in Fußballstadien. Besonders die Fanszene hat sich in den letzten
Jahren stark verändert. Ultragruppen sind aus den Kurven der meisten Vereine
nicht mehr wegzudenken. Was kennzeichnet diese Fan- und Jugendkultur? Wie
sind sie politisch einzuordnen? Was können Fans und Ultras gegen Neonazis
im Fußball-Umfeld unternehmen.
Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim – ein Reisebericht
Zwei Wochen vor dem Antifa-Camp besuchte eine Gruppe von 24 Personen – die
meisten aus NRW – die polnische Stadt Oswiecim, die die Nazis Auschwitz nannten.
Diese sechstägige Fahrt soll auch 2011 wieder angeboten werden. Die AG bietet
einen Reisebericht und Raum für Fragen, Diskussionen und Tipps für's Nachmachen.
Gender & Naturwissenschaften
Geschichte, Ursachen und Erscheinungsformen des Antisemitismus
Internationalistische Debatte – Die Situation der radikalen Linken in
Europa. Impulsreferate + Diskussion
Islamophobie
Israel – Gaza
Kritik der sozialen Netzwerke
Lauschangriff
Märzrevolution 1920 im Ruhrgebiet
Gerade in diesem Jahr, 90 Jahre nach der Märzrevolution, gab es eine ganze
Menge Jubiläums und Gedenkveranstaltungen an die Ereignisse die durch den
Kapp Putsch ausgelöst wurden. Die vorherrschenden Deutungen sind dabei immer
noch die traditionsmarxistische, wonach die Revolution scheiterte, weil ihr
die Organisation durch eine leninistische Partei fehlte, und die sozialdemokratische,
nach der der Kapp Putsch durch den Generalstreik schnell besiegt wurde und
wenigen Linksextremisten der wiederhergestellte Regierung die Gewalt aufzwangen.
Dabei gehen die Lebenswelt und die Erfahrungen der Beteiligten der revolutionären Bewegung völlig verloren. Sie konnten sich auf der einen Seite selbst organisieren und eine kurze Zeit ganz anders leben auf der anderen Seite gelang es ihnen oft nicht die althergebrachte Struktur von Autoritäten und Repräsentanten zu durchbrechen und häufig gaben sie ihre Versuche der Veränderung dieser Strukturen erstaunlich früh auf. Die Gründe für diese Zwiespältigen Erfahrungen und was sie für uns heute bedeuten soll diskutiert werden.
Außerdem soll auf die Massivität und Brutalität der Niederschlagung der Revolution im Ruhrgebiet eingegangen werden. Durch die massiven Niederlagen der revolutionären Bewegungen in Deutschland zwischen 1919 und 1921 wurde die emanzipatorische Arbeiterinnenbewegung mit ihren Hoffnungen vernichtet und der Weg für den Nationalsozialismus bereitet.
Nazis in Meck-Pomm
NL: Hausbesetzungen
About the situation of squats, how squatting works, the old and new laws and
actions against repression and criminalisation.
NS -TäterInnen /-Prozesse
In den letzten Monaten sorgten Prozesse gegen mutmaßliche NS-Vebrecher zu
vermutlich letzten Mal für Schlagzeilen. In Aachen wurde der ehemalige SS-Mann
Heinrich Boere zu lebenslanger Haft verurteilt, in München läuft ein Prozess
gegen den 89-jährigen John Demjanjuk, der als ehemaliger so genannter ?ausländischer
Hilfswilliger" wegen Beihilfe zum Mord an 27.900 Jüdinnen und Juden im
Vernichtungslager Sobibor angeklagt wird. Auch wenn die deutsche Justiz derzeit
einen überraschenden Verfolgungswillen an den Tag zu legen scheint verlief
die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen seit 1945 zögerlich und schleppend.
Nur ein Bruchteil der Täter und Täterinnen musste sich vor Gericht verantworten,
die große Mehrheit entging einer Strafverfolgung. Der Vortrag gibt zum einen
einen Überblick über den juristischen Umgang mit NS-Tätern und Täterinnen
in der BRD und geht dabei auch vergleichend auf andere europäische Staaten
ein. Zum anderen wird die Aufarbeitung der NS-Verbrechen auch in ihren jeweiligen
zeithistorischen Kontext gestellt und ein Blick auf die TäterInnenbilder geworfen,
die der Nachkriegsgesellschaft zur Abgrenzung und Exkulpation dienten. Dabei
wird auch eine geschlechtergeschichtliche Perspektive auf NS-Täterschaft eingenommen.
Out of Action
Politisch aktive Menschen sind häufig mit Repression konfrontiert. Dies kann
neben Prozesskosten, Knast und körperlichen Verletzungen auch zu psychischen
Belastungen wie Traumatischem Stress führen. Um damit einen genauso solidarischen
Umgang wie mit Prozesskosten oder körperlichen Verletzungen zu finden, ist
es wichtig, sich mit dem Thema "Traumatische Erlebnisse und deren Folgen"
auseinanderzusetzen und gemeinsam gegen diese Form von Repression zu handeln.
Wie wichtig ein unterstützender, solidarischer Umgang miteinander für dauerhafte
politische Arbeit ist soll in diesem Workshop gezeigt bzw. gemeinsam erarbeitet
werden.
Recht extrem – Die Extremismustheorie und ihre Auswirkungen
Die Extremismus- bzw. Totalitarismustheorie erlebt seit den 1990er Jahren
einen neuen Aufschwung. Die Annahme, "Extremismen" auf der Rechten
sowie auf der Linken hätten viele Gemeinsamkeiten und seien nur unterschiedliche
Ausformungen eines "extremistischen" Kerns, wird auch von zahlreichen
Fachleuten kritisiert - schließlich fasst sie völlig unterschiedlich strukturierte
Weltanschauungen zusammen. Gänzlich ungeachtet ihrer wissenschaftlichen Fragwürdigkeit
entfaltet die Extremismustheorie zunehmend auch praktische Wirkung. In der
AG wird informiert über die Extremismus- bzw. Totalitarismustheorie, über
wissenschaftliche Kritik an ihr und über ihre praktische Anwendung durch die
bundesdeutschen Behörden seit den 1950er Jahren.
RechtsRock: ...von A wie Absurd bis Z wie Zyklon D
Sani - Workshop
Schreibworkshop (ganztägig) – Berichte, Pressemitteilungen und Artikel schreiben
lernen
Sexism sucks - Workshop zu Feminismus, Geschlechterverhältnissen
und
Sexismus
Der Workshop bietet die Möglichkeit, verschiendene Themen aus den Bereichen
Feminismus, Gender Theorie und Anti-Sexismus zu diskutieren. Euer Feedback
aus den letzten beiden Jahren aufgreifend, haben wir den Workshop erweitert
und so aufgebaut: Wir starten mit einem ca. 30 Minuten langen Input als Einstieg
in das Thema. Darin geben wir einen groben Überblick zur Geschichte und den
Kämpfen der Frauenbewegung und gehen kurz auf die Grundlagen und Schwierigkeiten
der verschiedenen feministischen Theoriekonzepte ein, vom Differenzfeminismus
bis zur dekonstruktivistischen Gendertheorie. Danach geben wir an euch ab
und eröffnen Diskussionsrunden zu euren Themen. Dabei haben wir AGs zu Fragen
vorbereitet, mit denen wir uns gerade selbst beschäftigen, zum Beispiel:
„Knüppel auf`n Kopp, Mackerarsch!?“ Wie gehen wir mit sexistischen und homophoben Anmachen und blöden Sprüchen im Alltag um? Die besonders schlagfertigen Konter fallen uns immer erst hinterher ein, oder wir üben uns in Ignoranz oder Ironie. Je nach Situation – am Arbeitsplatz, in der Schule, auf der Straße, in der eigenen Szene – sind verschiedenen Reaktionen und Interventionen möglich, um hinterher mit sich zufrieden zu sein. Eine praxisorientierte AG zum Erfahrungsaustausch mit Antisexismus-Training.
„xxy mal x!“
Warum werden Menschen eigentlich immer noch in Männer und Frauen eingeteilt?
Obwohl sich queerfeministische und dekonstruktivistische Genderkonzepte an
den Unis längst etabliert haben und queere Aktivist_innen auch auf der Straße
sichtbar machen, dass Zweigeschlechtlichkeit eine gesellschaftlich konstruierte
und repressive Norm ist, halten sich biologistische Argumentationen hartnäckig.
Immer wieder werden die Naturwissenschaften herangezogen, um angeblich "männliche"
und "weibliche" Eigenschaften als naturgegeben zu belegen – dabei
ist auch im Reich der Tiere, der Hormone und Gehirne längst nicht alles so
eindeutig, wie es der heterosexistische Mainstream gerne hätte. Wir diskutieren
mit Euch: Wie sind diese vermeintlich "natürlichen" Geschlechterkonzepte
eigentlich entstanden? Welche Ansätze bietet die Gender Theorie zu deren Dekonstruktion?
Und was hat das alles mit "lesbischen Fischen" zu tun?
Sport - Workshop
Stolberg
Streetart - Workshop
Tatort Kurdistan
In Kurdistan wird seit Juni wieder gekämpft. Doch worum geht es eigentlich
in der kurdischen Revolution? Wir wollen einen Überblick geben über die Geschichte
des Konflikts, Aktuelles aus der Frauenbewegung, die Projekte zur kommunalen
Selbstverwaltung und einen möglichen Friedensprozess. Außerdem wird die aktuelle
Kampagne "Tatort Kurdistan" vorgestellt mit Informationen zu Aktionen
in Düsseldorf und Köln.
Referent: Reimar Heider (Mitarbeiter der Internationalen Initiative Freiheit
für Abdullah Öcalan - Frieden in Kurdistan)
Tierrechte
Transpi - Workshop
Überwachungsstaat: Paranoia oder Realität?
Verfolgt und vergessen - die Kontinuität des Antiziganismus
Seit Jahrhunderten werden Sinti und Roma als sogenante „Zigeuner“ aus der
Gesellschaft ausgeschlossen. Als nicht zur Gesellschaft zugehörig bedroht
das Bild der „Zigeuner“ scheinbar die bürgerliche Geselschaft in ihrer Gesamtheit.
Kontinuierlich ziehen sich diskriminierende als auch romantisierende „Zigeunerbilder“
durch die Geschichte - von religös-geprägten Vorurteilen über den nationalen
Ausschluss und die völkisch-rassistisch legitimierte Verfolgung, die im NS
im Massenmord gipfelte, bis hin zur heutigen Situation von Sinti und Roma
in Deutschland und Europa. Der Vortrag setzt sich mit den Stereotypen und
der Geschichte des Antiziganismus auseinander und versucht Funktionsweisen
und Kontinuitäten aufzuzeigen.
Von sozialen Bewegungen und linken Regierungen in Lateinamerika
Was passiert auf dem Kontinent? Welche Ziele, Dynamiken und
Perspektiven gibt es? Wie beeinflussen Militarisierung und
Militärschläge im Rahmen ultrarechter neoliberaler Ermächtigung die Linke?
Aufgezeigt werden soll die Vielfalt und Dynamik des Widerstandes in Mesoamerika
gegen den neoliberalen Ausverkauf und korrupte rechte Gesellschaftstrukturen,
aber auch die staatliche Repression gegen sie.
Diskutiert werden sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Zielen und Perspektiven
hier und die Möglichkeiten, sich solidarisch einzubringen – hier und dort.
Was ist Faschismus? Neue Ansätze in der Faschismusforschung
Was Faschismus ist oder war, darüber wird noch immer gestritten - nicht nur
in der Linken, sondern auch in der Wissenschaft. Von einigen WissenschaftlerInnen,
besonders in Deutschland, wird der Nutzen eines allgemeinen Faschismusbegriffs
überhaupt in Frage gestellt. Auch in der englischsprachigen Wissenschaftscommunity
wird über den Wert von Faschismustheorien und den Faschismusbegriff als Kennzeichnung
für einige extrem rechte Bewegungen und Regime in Europa nach dem Ersten Weltkrieg
diskutiert. In diesem Workshop, der sich hauptsächlich an Teilnehmer/innen
richtet, für die das Thema kein absolutes Neuland ist, wollen wir einige dieser
theoretisch sehr anregenden Ansätze vorstellen und diskutieren, von denen
wir denken, dass sie auch für die hiesige Diskussion fruchtbar sein können.
Was ist Gentrification? - Andrej Holm
Wir streiten um Aktionsformen und unsere Strategie - Blockaden oder was sonst?
Wo ward ihr in Rostock?
Diesen Spruch schrien Antifas wütend der Polizei entgegen.
Im August 1992 hatte das erste Pogrom nach der Beendigung der
Nazibarberei in Deutschland stattgefunden. Welche Bedeutung hatten Antifas
in der Auseinandersetzung vor Ort und wie sahen ihre politische Arbeit danach
aus?
Neben der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit am Beispiel eines der bekanntesten
Pogrome der 90er Jahre, wird es in dem Vortrag auch
um zukünftige linke Strategien gehen. Was wenn die Bevölkerung gemeinsam mit
Neonazis und reger Unterstützung des Staates gegen Minderheiten vorgeht? Können
wir Sarrazin und ähnlichen Demagogen wirklich was engegegnsetzen, als Linke,
die sich am Liebsten mit sich selbst beschäftigt?
ZeitzeugInnen 90er
ZeitzeugInnen: 70/80er ZeitzeugInnen/bewaffneter Kampf/2.Juni
ZeitzeugInnen: Adenauer / Widerstand in der Illegalität
Bitte schaut in der nächsten Zeit immer wieder mal vorbei, wir ergänzen diese Liste ständig und irgendwann sind auch mal die ausführlichen Beschreibungen online.
Um am Camp teilzunehmen müsst Ihr Euch vorher bei uns anmelden!
Wer sich nicht online anmelden möchte, kann in verschiedenen Stadten direkt Karten kaufen. Vorverkaufsstellen gibt es in Bonn, Leverkusen, Köln und Düsseldorf. Infos dazu bekommt ihr auf den Internetseiten der jeweiligen Antifa Gruppe vor Ort./p>
Für Leute mit Kindern bieten wir während der Workshops Kinderbetreuung an, bitte schreibt im Anmeldeformular, wen und in welchem Alter ihr mitbringt. Hunde, Katzen, Ratten und andere Haustiere müssen leider zuhause bleiben!
Wenn Ihr die Anmeldung ausgefüllt habt, bekommt Ihr von uns Post mit allen weiteren Infos.