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Das Programm glieder sich in:
Here we go:
Doch wie werde ich aktiv? Was kann ich machen? Wie organisiere ich mich? Wer hilft, wenn es Ärger gibt? Was kann antifaschistische Arbeit leisten? Ist antifaschistische Arbeit mehr als gegen Nazis sein? Viele Fragen, die sich stellen, wenn Mensch sich mit dem Thema „Antifa“ auseinander setzt. Dieser Workshop gibt Einblicke in die Geschichte der „antifaschistischen Aktion“ und bietet Hilfestellung zum Einstieg in die praktische Arbeit.
Die Arbeitsgruppe behandelt die Entwicklung des Antisemitismus von der christlichen Judenfeindschaft des Mittelalters bis hin zu dem, was die Wissenschaft heute den "Modernen Antisemitismus" nennt. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Übergangszeit vom 19. zum 20. Jahrhundert gelegt, eine Zeit, in der sich der bereits entwickelte Antisemitismus mit deutsch-völkischen Elementen vermischte.
Rechtextreme, Rechtsradikale, Faschos, Nazis, Neonazis, Extremisten... Für die extreme Rechte gibt es unterschiedliche Bezeichnungen, die meist unhinterfragt übernommen werden. Der Begriff 'Faschismus' gilt im herkömmlichen Jargon als etwas Antiquiertes. Die Linke hingegen benutzt/e ihn inflationär für diverse Formen bürgerlicher Herrschaft. In der Arbeitsgruppe wird die ideengeschichtliche Entstehung und Entwicklung des Faschismus-Begriffs erläutert. Zudem wird erklärt, welche unterschiedlichen Deutungen der Faschismus erfahren hat und welche Gründe dies hat.
Seit einigen Jahren wird in der englischsprachigen Wissenschaftscommunity über den Wert von Faschismustheorien und den Faschismusbegriff als Kennzeichnung für einige extrem rechte Bewegungen und Regime in Europa nach dem Ersten Weltkrieg diskutiert. In diesem Workshop, der sich hauptsächlich an Teilnehmer/innen richtet, für die das Thema kein absolutes Neuland ist, wollen wir einige dieser theoretisch sehr anregenden Ansätze vorstellen und diskutieren.
Obwohl Leo Trozki die anarchistische Bewegung schon in den 1920’ern "auf dem Misthaufen der Geschichte" gesehen hat, ist diese Bewegung noch heute weltweit vorhanden. Was macht eine Idee, die vor über 150 Jahren das Licht der Öffentlichkeit erblickte noch heute atraktiv? Welche Ideen liegen heutiger anarchistischer Praxis zu Grunde? Und vor allem: Warum sollten uns heute die alten Träume der AnarchistInnen noch interessieren? Der Vortrag versucht auf Grundlage der heutigen Gesellschaft die Aktualität des Anarchismus und der anarchistischen Bewegung in seiner Theorie und besonders an Hand seiner Praxis zu verdeutlichen.
Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments
Buchvorstellung von Johannes, Münster, Antifaschistische Bildungsinitiative Münsterland
Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. Es scheint unmöglich eine Beschreibung von Roma jenseits romantisierender oder ablehnender Stereotype zu finden. Trotz alledem mangelt es an politischen und theoretischen Analysen. Das gilt auch für eine linke Kritik, die oft nicht über moralische Empörung hinaus geht.
Der Sammelband „Antiziganistische Zustände“ soll zu einer breiteren und differenzierteren Diskussion und Kritik des Antiziganismus beitragen. Neben unterschiedlichen gesellschafts-theoretischen Ansätzen werden internationale Fallstudien zu Italien, Kosovo und Rumänien ebenso bearbeitet wie der Bereich medialer Repräsentationen und die Verwerfungen im bundesdeutschen Gedenken an den nationalsozialistischen Massenmord. Eine Kritik der Mehrheitsgesellschaft tritt hierbei an die Stelle eines nicht selten antiziganistischen Schreibens über Roma.
Die "Autonomen Nationalisten" (AN) und ihre Verwendung linker Codes und Aktionsformen sind schon länger in der antifaschistischen Debatte - ausgehende von der Tatsache, dass die ANs in manchen Regionen und ihrer Hochburg Dortmund ein physisches Problem für alle Linken und MigrantInnen darstellen sollen Ansätze der Gegenwehr und antifaschistischer Praxis debattiert werden: Was machen Antifa-Gruppen gegen die AN? Was sind Ihre Erfahrungen? Was unternehmen sie gegen ein nach aussen hin fast zu verwechselndes Auftreten? Muss sich die Antifa abgrenzen, verändern oder nur die bessere Praxis entfalten?
Podiumsdiskussion mit: AKKU / Kampagne 'Autonome Nationalisten stoppen!' (angefr.), Antifa Impuls Dortmund (angefr.), N.N.
Die extreme Rechte in der BRD ist wesentlich breiter als ihre widerwärtigste Erscheinungsform, die militante Neonazi-Szene. Sie reicht bis in die Mitte der Gesellschaft. Der Vortrag wird neben der Definition von Begriffen wie (Neo)Faschismus, (Neo)Nazismus, extreme Rechte etc. einen Überblick über das extrem rechte Spektrum und die Braunzone in der BRD geben und hierbei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Trennendes benennen.
Wie stark sind NPD, DVU, REP, PRO, „Freie Kameradschaften“ und „Autonome Nationalisten“ in NRW, wie sehen ihre Strukturen, Strategien und Aktivitäten aus? In der Arbeitsgruppe soll wenige Wochen vor den Kommunalwahlen eine Bestandsaufnahme in NRW versucht werden.
Hitler sah sich von der "Vorsehung auserwählt" und bemühte dieses mystische Element in fast jeder seiner Reden. Himmler hielt sich für die Inkarnation seine großen Vorbildes Heinrich I. Und auch heute finden braune esoterische Autoren ihr Publikum. Sie reden von karmischer Vorbestimmung, vom Untergang von "Rassen" und von einer Bestimmung zur "herrschenden Rasse". Der Autor Jan Udo Holey verkauft unter dem Pseudonym "Jan van Helsing" antisemitische, verschwörungstheoretisch Bücher in 100.000-facher Auflage nicht nur an extrem Rechte.
Ebenfalls zu den Glaubensgrundsätzen der meisten Aktivisten im neonazistischen und neofaschistischen Lager gehört das neugermanische Heidentum. Eine vermeintlich "uralte, arteigene Religion" wollen diese Aktivisten hier entdeckt haben, die sie einer "judäo-christlichen Religion der Knechtschaft" entgegensetzen. Und so schmückt man sich mit Thorhammer, Schwarzer Sonne und allerlei Runennachbildungen.
In der AG wird ein genauerer Blick auf diese vermeintlich geheimnisvolle Seite der faschistischen und NS-Ideologie geworfen und ihre Funktion und Wirkungsweise beleuchtet.
Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) sieht zwar einerseits die völkisch definierte „Nation" durch die Europäische Union bedroht, andererseits benötigt sie aber das „Europa der Völker" als supranationale Vergemeinschaftung „des Eigenen" gegen die „unnatürlichen" USA und gegen das „kulturell Fremde". In dem Vortrag und der anschließenden Diskussion soll gezeigt werden, dass „Volk" und „Nation" nicht nur von außen auf Basis der kritischen Nationalismusforschung kritisiert werden können, sondern dass die Ideologieproduktion der Partei auch in sich selbst höchstgradig widersprüchlich ist.
Die Arbeitsgruppe liefert einen Überblick über verschiedene Sparten rechter Rockmusik in Deutschland. Hierbei bleibt der Begriff des RechtsRock nicht auf neonazistische Bands und deren Textinhalte beschränkt, sondern wird genauer gefasst: als ein Sammelbegriff für Rockmusik, die anti-emanzipatorische und reaktionäre Denkmuster offenbart, die darüber ihren offenen Flügel zu Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus hat. Mit notwendiger Trennschärfe und ohne Verallgemeinerung wird darin der Bogen geschlagen vom „White Noise“ der neonazistischen Skinheadszene und der Pop- und Partymusik von Neonazi-Bands wie Landser, zu den extrem rechten Strömungen im Dark-Wave, Neofolk und Black Metal, den ästhetischen Inszenierungen von Rammstein, den markigen Parolen eines „nationalen HipHop“ und den simplen Weltbildern der Böhsen Onkelz.
Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den „Schwarzen Block“. Innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte „Autonome Nationalisten“ auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als „Autonome Nationalisten“ während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige Übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben „Autonome Nationalisten“ Neonazis - das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der „coolen“ und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. „Autonome Nationalisten“ bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
In Anlehnung an die neue Broschüre „Autonome Nationalisten“ - Neonazis im Wandel (http://koeln.antifa.net/broschuere) geht es im Vortrag um das Phänomen der „Autonomen Nationalisten“. Was ist neu an den „Autonomen Nationalisten“ und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der „Schwarze Block“ und das neue „Demo-Erlebnis“ für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der „Autonomen Nationalisten“ auf und welche Überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Schließlich geht es um die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen „Autonome Nationalisten“ aussehen kann.
Die extreme Rechte ist sich uneinig: Sind die Aussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion "Volksdeutsche", die für die "nationale Sache" gewonnen werden müssen? Oder sind sie in den östlichen Weiten vom "Deutschtum" abgefallen und taugen nicht mehr für den Kampf um das "Deutsche Reich"? Einige Aussiedler haben sich längst entschieden und agitieren im "Arbeitskreis der Russlanddeutschen in der NPD" und in ähnlichen Clubs für die extreme Rechte. Die "Schutzgemeinschaft 'Deutsche Heimat' der Deutschen aus Russland" und die „Russlanddeutschen Konservativen“ führten bereits mehrfach Kundgebung „Gegen die Fälschung der Geschichte der Russlanddeutschen“ durch. In der AG sollen die Auseinandersetzungen um die Russlanddeutschen in der extremen Rechten sowie der politisch-historische Hintergrund beleuchtet werden.
Das Mitgliederprofil der allermeisten Studentenverbindungen ist mit wenigen Schlagwörtern beschrieben: Männlich und weiß. Das politische Spektrum der sich als akademische Elite verstehenden und dem Lebensbundprinzip verpflichteten Männerbünde reicht von konservativ bis extrem rechts. Die Politik der Burschenschaften ist durch ein völkisches Weltbild geprägt, das manchmal sogar in einen offenen Rassismus übergeht. Gelegentlich werden auch die Grenzen der heutigen Bundesrepublik in Frage gestellt. In der AG wird das studentische Verbindungs-(Un)Wesen mit Schwerpunkt auf die Burschenschaften kritisch unter die Lupe genommen.
Die Soziale Frage hat in der Agitation der extremen Rechten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die NPD Niedersachsen stellte ihren diesjährigen Landtagswahlkampf unter das Leitmotto "Sozial geht nur national". Naziaufmärsche wenden sich verstärkt gegen Massenarbeitslosigkeit oder die Globalisierung. Die soziale Frage soll nationalisiert werden. Naziaufmärsche wenden sich verstärkt gegen Massenarbeitslosigkeit oder die Globalisierung. Die soziale Frage soll nationalisiert werden. Doch neben der alt bekannten Hetze gegen ausländische MitbürgerInnen („Arbeitsplätze zuerst für Deutsche!") sind scheinbar neue Töne hörbar. Teile der NPD, ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten und vor allem die aktionistischen Netzwerke der „Freien Kameradschaften“ haben sich einen „Antikapitalismus von Rechts" auf die Fahnen geschrieben. Ihre historischen Bezüge sind vielfältig: Mal beziehen sie sich auf die Idee eines „Preußischen Sozialismus", mal auf den von Hitler 1934 ausgeschalteten NSDAP-Flügel um die Brüder Strasser, mal auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik des NS-Staates. Trotzdem erreicht dieser „Antikapitalismus von Rechts" seine Zielgruppen und verhilft der NPD zu Wahlgewinnen, vor allem im Osten. Warum das so ist, welche Funktion der rechte Antikapitalismus erfüllt und wie mögliche Gegenstrategien aussehen können, soll auf dieser Veranstaltung diskutiert werden.
Informationen zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch zum Antikriegstag am 5. September 2009 in Dortmund
Basic-Workshop zu Sexismus und Geschlechterverhältnissen Feministische Kritik an Sexismus, patriarchalen Strukturen und Homophobie, sowohl in der Gesellschaft, aber auch im eigenen Leben, ist spätestens seit der Zweiten Frauenbewegung ein Thema in der radikalen Linken. Von der Antifa-Bewegung werden feministische Positionen höchstens am Rande thematisiert und selten offensiv vertreten. Nach einem kurzen theoretischen Input, der die wichtigsten Begriffe klären soll, möchten wir in verschiedenen AGs diskutieren, was das eigene Geschlecht und die damit verbundene Vorstellung von Identität eigentlich mit Politik zu tun hat. Wo stecken wir selbst in Rollenbildern fest und verhalten uns auch so? Wie sieht das Geschlechterverhältnis in unseren Gruppen aus? Was nervt, was läst sich wie ändern? Und wie umgehen mit Sexismus und Homophobie über unsere eigenen Gruppen und Zentren hinaus? Welche Aktionsmöglichkeiten und feministische Praxen machen Sinn, was lässt sich umsetzen?
Der Workshop wurde in ähnlicher Form im letzten Jahr auf dem Camp angeboten. Als Weiterführung für alle, die sich theoretische Vertiefung gewünscht haben, bieten wir zwei neue AGs zu Judith Butler und zu feminitischer Familienpolitik an.
Ein Workshop der gruppe f. Bei Bedarf gerne Inforunde: How to do a ladyfest?
weitere Infos im Camp
Mit dem Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung und dem Elterngeld hat die Familienpolitik eine 180-Grad-Wendung vollzogen. Plötzlich scheint das deutsche Familienernährermodell obsolet, das Männer jahrzehntelang stärker privilegiert hat als es in vielen anderen europäischen Ländern der Fall war.
Mit Angela Merkel und Ursula von der Leyen scheint der Feminismus in der Regierung und mit Publikationen zur Neuen F-Klasse und zum Neuen Feminismus in der Gesellschaft angekommen zu sein.
In der Veranstaltung soll es darum gehen, wie es um das männliche Ernährermodell steht, inwiefern die Familienpolitik der großen Koalition neoliberale Umverteilungspolitik betreibt und warum Eva Herman so erfolgreich ist.
Eine These, die diskutiert werden soll: Der ehemals linke Feminismus hat sich den Anspruch auf Geschlechtergerechtigkeit vom neoliberalen Feminismus wegnehmen lassen. Zugleich thematisiert die konservative Opposition um Eva Herman die Doppelbelastung der Frauen - eines der früheren Kernthemen des Feminismus. Wie kann ein linker Feminismus Positionen zurückerobern und welche Veränderungen muss er dabei selbst an seinem Projekt vornehmen? Und: Die Linke wird als soziale Bewegung nur dann erfolgreich sein, wenn sie auf dem Feld von Geschlechterpolitik massenfähige Politikansätze entwickelt. Dazu bedürfte es aber der klaren Einsicht, dass es nicht soziale Gerechtigkeit und Klassenherrschaft als ein Thema, patriarchale Unterdrückung und
Geschlechterhierarchien als ein ganz anderes Thema gibt, sondern dass beide Themenkomplexe in der Praxis eng miteinander verbunden sind und daher auch nur gemeinsam politisch angegangen werden können.
In der Adenauer-Zeit war die stärkste Fraktion im deutschen Bundestag die der ehemaligen NSDAP-Mitglieder. Gleichzeitig wurde die kommunistische Partei und zahlreiche andere linke Organisationen verboten. Trotz mehr als 100.000 Verfahren und vielen Jahren Verurteilung zu Zuchthaus und Gefängnis, arbeitet der kommunistische Widerstand weiter gegen die deutsche Wiederbewaffnung und für den Sturz des Kapitalismus. Gerd Deumlich, heute Chefredakteur der Marxistischen Blätter, war damals Aktivist und berichtet als Zeitzeuge."
Rechtshilfe 1&1 (Rote Hilfe) Die Rote Hilfe Düsseldorf, Neuss Mönchengladbach stellt sich vor.
Sie ist eine Solidaritätsorganisation, die politisch Verfolgte aus dem linken Spektrum unterstützt. Sie konzentriert sich auf politisch Verfolgte aus der BRD, bezieht aber auch nach Kräften Verfolgte aus anderen Ländern ein.
Wer an Demonstrationen oder Veranstaltungen teilnimmt, läuft immer auch Gefahr mit Polizei und Justiz konfrontiert zu werden. Damit diese Begegnung nicht zum Desaster wird, zeigen wir euch einige Rechtshilfetipps auf. Angefangen mit der Vorbereitung auf eine Demo, über das Verhalten bei Übergiffen, Hausdurchsuchungen und bei Festnahmen bis hin zu den Nachwehen wie Strafbefehlen, Gerichtsverfahren und DNA-Entnahmen
Biometrische Daten im Perso, DNA-Massentests und Geruchsproben gehören mittlerweile zum Standard der Massenüberwachung durch Staatsorgane. Mal dient Terrorismusgefahr, mal Kinderpornographie als Vorwand für die immer massiver werdende Bespitzelung der Bevölkerung weit in ihre Privatsphäre hinein.
Große Lauschangriffe, Gesichterscans und Schäuble-Kataloge: Wer überwacht wen mit welchen Mitteln und mit welchem Ziel? Was geben die technischen Möglichkeiten heute schon her, was ist zu erwarten und wie kann man sich wehren?
Text folgt
Axel, Florian und Oliver sind angeklagt, weil sie versucht haben sollen, Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden. Sie wurden am 31. Juli 2007 verhaftet und saßen fast vier Monate in Untersuchungshaft. Am gleichen Tag wurde auch Andrej festgenommen und die Wohnungen und Arbeitsplätze dreier weiterer Personen durchsucht. Andrej saß knapp einen Monat in Untersuchungshaft, sein Haftbefehl wurde im Herbst 2007 gänzlich aufgehoben. Der Vorwurf gegen alle Sieben lautete: "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gemäß §129a StGB (militante gruppe (mg))".
Ende 2007 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass es sich bei der "militanten gruppe" nicht um eine terroristische Vereinigung (§129a) handelt. Es seien nur jene Taten terroristisch, die dazu geeignet sind, "durch die Art ihrer Begehung oder ihre Auswirkungen einen Staat oder eine internationale Organisation erheblich zu schädigen". Gegen Axel, Florian und Oliver wurde nun nach §129, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Anklage erhoben.
Die mit dem Paragraphen 129 ff ermöglichten Überwachungskompetenzen sind trotz dürftiger Verdachtslage für eine umfassende Ausforschung und Kriminalisierung zahlreicher politischen Aktivisten benutzt worden. Mit abenteuerlichen Verdachtskonstrukten wurden langfristige Überwachungsmaßnahmen, Hausdurchsuchungen und Haftbefehle gerechtfertigt. Im Laufe des Verfahrens wurden die Verteidigungsrechte der Beschuldigten eingeschränkt und eine Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden mit Geheimdiensten bekannt. In zwei Entscheidungen hat der Bundesgerichtshof die Ermittlungen der Bundesstaatsanwaltschaft zurückgewiesen bzw. eingeschränkt. Die nun vorgelegte Anklageschrift gegen Oliver, Florian und Axel jedoch greift unbeeindruckt auf die bisherigen Konstrukte zurück und baut auf vagen Indizien und den Aussagen eines Geheimdienstspitzels auf. Diese Zusammenarbeit zwischen Geheimdiensten und den Ermittlungsbereichen verstößt gegen das grundgesetzlich verankerte Trennungsgebot.
In anderen europäischen Ländern wurden AktivistInnen, die ähnlich wie Axel, Oliver und Florian für die Sabotage von Kriegsmaterial angeklagt wurden, von Gerichten freigesprochen mit der Begründung, ihre Aktionen hätten dazu beigetragen, Schlimmeres - nämlich Kriegshandlungen.
Info, Spiel und Diskussion - Beispiel daraus entstehender Aktionsformen (Antirassistisches Netzwerk Düsseldorf)
Der Vortrag möchte allgemein in die Thematik von Rassismus im Fußballstadion einführen. Neben einem kurzen Rückblick über vergangene rassistische Tendenzen soll vor allem die derzeitige Situation in den deutschen Stadien betrachtet werden. Wir möchten uns jedoch nicht auf teils fragwürdige Projekte von Vereinen und Verbänden konzentrieren, sondern vielmehr antirassistische Arbeit von den Fans selbst beleuchten. Dazu gehen wir sowohl auf bundesweite Bündnisse und Initiativen, als auch auf antirassistische Gruppen selbst ein und versuchen so, Euch einen Überblick über antirassistisches Engagement innerhalb der Fußballfanszenen zu verschaffen. Schließlich geben wir einen Einblick in die Fanarbeit in Köln. An diesem Beispiel möchten wir zeigen, wie antirassistisches Engagement beim Fußball aussehen kann, um zum Schluss in eine allgemeine Diskussion über die verschiedenen Möglichkeiten antirassistischer Intervention überzugehen.
„Europa wächst zusammen!“ lautet die gängige Devise. Mit der Öffnung der Binnengrenzen ist die Sicherung des Territoriums vor 'unerwünschter' Einwanderung nicht mehr nur eine nationalstaatliche Angelegenheit, die Verwaltung und Abwehr von Migration wird inzwischen von den europäischen Staaten zunehmend gemeinsam organisiert. So wurde seit den neunziger Jahren eine Vielzahl asyl- und einwanderungsrechtlicher Maßnahmen beschlossen, um eine Angleichung der rechtlichen Materie zwischen den Mitgliedsstaaten herbeizuführen. Daneben ist es das erklärte Ziel der europäischen Politik, im Rahmen des gemeinsamen „Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“, ein integriertes Grenzschutzsystem zu schaffen. Dies umfasst zum einen eine zunehmend militarisierte Einreisekontrolle und den Aufbau technischer Überwachungssysteme an der territorialen Grenze. Zum anderen arbeitet die europäische Politik verstärkt mit den Herkunfts- und Transitstaaten der Migrant/inn/en zusammen, um Wanderungsbewegungen bereits im Keim zu ersticken und die Rückführung der Menschen ohne Aufenthaltsstatus zu erleichtern. Eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung dieser umfassenden Grenzschutzpolitik spielt die europäische Grenzschutzagentur „Frontex“ - eine Behörde mit Sitz in Warschau, welche fernab von demokratischer und rechtsstaatlicher Kontrolle die „Sicherheit Europas“ voran treibt. Die beiden Referenten wollen in der Veranstaltung einen Überblick geben und die unterschiedlichen Aspekte der europäischen Grenzschutzpolitik beleuchten.
Alle reden von der Krise - die Regierung schnürt Rettungspakete, die Medien propagieren Durchhalteparolen, die Linke diskutiert, doch die erwarteten (Massen-)Proteste bleiben aus. Was sind die Ursachen der Krise, wie verhalten sich die verschiedenen Akteuere und was haben wir noch zu erwarten? Und was wäre eigentlich die Aufgabe der (radikalen) Linken in der jetzigen Zeit?
Vortrag und anschließende Debatte
"Marxismus" ist für die einen die Erklärung aller Welträtsel, eine "wissenschaftliche Weltanschauung", welche jede Antwort kennt, bevor die Frage auch nur gestellt wird, für Andere eine ziemlich simple Weltsicht, die alles auf den Gegensatz der Klassen reduziert, und ganz schnell in gut und böse, fortschrittlich und reaktionär sortiert. Doch schon Marx erklärte: "Ich bin kein Marxist!" In seinem "Kapital" lieferte er keine alternative "politische Ökonomie" und auch keine Anleitung zum Aufbau des Sozialismus, sondern - wie der Untertitel verrät - eine "Kritik der politischen Ökonomie". Was es mit dieser Kritik auf sich hat, warum es im "Kapital" nicht einfach um Arbeit, sondern um "abstrakte Arbeit" und "Fetischismus" geht, was Kapital mit Ausbeutung zu tun hat und warum es ein "automatisches Subjekt" ist, darum soll es gehen.
Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann.
Der Film, produziert von Kanal B, begleitet die Streikenden über mehrere Monate. Zu Wort kommen Frauen, die seit Jahrzehnten im Einzelhandel arbeiten. Viele streiken zum ersten mal in ihrem Leben. Oft sind sie allein erziehend, in Teilzeit und mit so wenig Lohn, dass sie sich ihr Essen „bei der Familie zusammensuchen“ müssen. Manchen wird ihr Engagement im Streik zum Verhängnis, Emmely zum Beispiel. Nachdem sie in ihrer Kaiser’s Filiale den Streik organisiert hat, wird ihr unter einem Vorwand fristlos gekündigt. Als sie auf Wiedereinstellung klagt bekommt sie die ganze Wucht des einseitig an den Interessen der Unternehmen ausgerichteten deutschen Arbeitsrechts zu spüren.
Der Film sucht nach Antworten auf die Frage, weshalb die Beschäftigten und ihre Organisationen nicht in der Lage sind, sich gegen die Arbeitgeber durchzusetzen. Er erkundet das Engagement der ArbeiterInnen im Streik und analysiert das Vorgehen der Streikleitung und die Rolle der Betriebsräte. Beschrieben werden auch die Interventionen linker Gruppen an der Seite der Streikenden.
(Sebastian Frankfurter, Antifaschistische Bildungsinitiative Münsterland)
Trotz oder gerade wegen des globalisierten Kapitalismus bleibt die lokale, städtische Ebene Austragungsort zahlreicher sozialer Kämpfe. Ob es dabei um die Verteidigung sozialer Errungenschaften, den Erhalt günstigen Wohnraums, um Widerstand gegen repressive Sicherheitspolitiken, Gentrifizierung und Leuchtturmprojekte oder um offensive Forderungen (bspw. zur Vergesellschaftung städtischer Betriebe oder für den kostenlosen Zugang zu städtischer Infrastruktur) geht: Die Kräfteverhältnisse haben sich durch den Wandel lokaler Politik zur neoliberalen oder unternehmerischen Stadt für emanzipatorische Projekte maßgeblich verschlechtert. Standortpolitik, sprich: die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, erhält auf Kosten anderer Handlungsfelder höchste Priorität und ist, quer durch (fast) alle Parteien, zu dem hegemonialen Leitbild städtischer Politik avanciert.
In dem Workshop soll auf Grundlage eines kurzen Inputvortrages und Euren Erfahrungen diskutiert werden, inwiefern die aktuelle Wirtschaftskrise, welche häufig auch als Krise des Neoliberalismus thematisiert wird, auch zu einer Krise der hegemonialen Anschlussfähigkeit neoliberaler Stadtentwicklung geführt hat. Können emanzipatorische Bewegungen, Initiativen und gegenhegemoniale Projekte vor diesem Hintergrund das Leitbild der unternehmerischen, wettbewerbsfähigen Stadt nachhaltig erschüttern und so die Interventionsmöglichkeiten für die verschiedenen Formen lokalen Widerstandes wieder dauerhaft verbessern?
(Basta Münster)
In den letzten Jahren häufen sich die Nachrichten über rechten Straßenterror in Russland. Im Jahr 2008 haben die Rechten nach Angaben der NGO "Sova" mehr als 100 Menschen ermordet - und das sind nur die bekannt gewordenen Fälle. Polizei und Sicherheitsbehörden zeigen kein Interesse, diese Verbrechen wirklich aufzuklären. Auch im Staatsapparat ist ein Zunehmen extrem rechten, nationalistischen und rassistischen Ideengutes zu verzeichnen. Nicht alle sind mit dieser Entwicklung einverstanden. In vielen Städten und Regionen gibt es aktive antifaschistische Gruppen und Initiativen. Ihre Aktivist/inn/en riskieren oft ihr Leben, wenn sie den Nazis entgegentreten, oder auch nur aktiv eine andere Meinung vertreten. Zunehmend sind die AntifaschistInnen jedoch nicht nur bedroht von den faschistischen Schlägerbanden, sondern auch Opfer staatlicher Repression. Diese reicht von Massenfestnahmen bei Konzerten und Filmvorführungen, über das Verbot von Demos und Kundgebungen, bis hin zu Drohungen und Schlägen der Polizei gegen Antifaschist/inn/en. Insbesondere Antifaschist/inn/en, die in Notwehr gegen faschistische Angriffe handeln, werden kriminalisiert.
Die AG bietet einen Überblick über die Situation in Russland und den dortigen antifaschistischen Widerstand.
In Nordrhein-Westfalen existieren mehr als 20 Gedenkstätten, Lern- und Erinnerungsorte, die an historisch „authentischen" Schauplätzen eine wissenschaftliche, pädagogische oder emotionale Beschäftigung mit unterschiedlichen Aspekten des Nationalsozialismus ermöglichen sollen. Diese erinnerungskulturelle Landschaft hat sich während der vergangenen drei Jahrzehnte in teilweise bis heute andauernden Auseinandersetzungen entwickelt. Die Einrichtung von Gedenkstätten ging in zahlreichen Fällen auf das beharrliche Engagement von NS-Opferverbänden und gesellschaftskritischen Geschichtsinitiativen zurück, die sich dem vielfach herbeigesehnten Schlussstrich unter die Vergangenheit widersetzten. Seit den 1990er Jahren sind jedoch in der Erinnerungskultur der Bundesrepublik deutliche Umbrüche zu erkennen. Zum einen zeichnen sich Konturen eines hegemonialen Geschichtsbildes ab, das die Zeit des Nationalsozialismus nicht mehr ausklammert, sondern als erfolgreich „bewältigt" in eine neue integrationsfähige deutsche Basiserzählung integriert. Zum anderen haben neue deutsche Opferdiskurse um Bombenkrieg, Flucht und Vertreibung an Bedeutung gewonnen. Zu fragen ist in diesem Zusammenhang, welche geschichtspolitischen Funktionen NS-Gedenkstätten in Zukunft wahrnehmen werden.
Der Vortrag skizziert die konfliktreiche Entstehungsgeschichte der NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen. Im Anschluss daran soll deren gegenwärtige und künftige Rolle im erinnerungskulturellen Spannungsfeld zwischen den eigenen, oftmals gesellschaftskritischen Ansprüchen und den Versuchen geschichtspolitischer Vereinnahmung ausgelotet werden.
Der Fall des ehemaligen KZ-Aufsehers John Demjanjuk, dem die Münchner Staatsanwaltschaft die Beihilfe zum Mord an mindestens 29.000 Menschen im Vernichtungslager Sobibór 1943 vorwirft, sorgt zur Zeit für Schlagzeilen. Der Fall des 89-jährigen dürfte der letzte Prozess gegen ein NS-Verbrechen vor einem deutschen Gericht sein. Da hat Demjanjuk richtig Pech gehabt. Denn nur wenige der Täter und Täterinnen, die an der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden beteilgt waren, mussten sich vor einem Gericht für ihre Handlungen verantworten. Die Urteile fielen in der Regel milde aus, die meisten Täterinnen und Täter lebten nach dem Ende des Nationalsozialismus unbehelligt ein bürgerliches Leben. Die Schuld und Verantwortung an der Massenvernichtung wurde zuerst einem kleinen, aber monströs-dämonischen Täterkreis um Hitlers Führungsriege zugeschrieben. Mit dem Eichmann-Prozess in Jerusalem etablierte sich das Bild des bürokratischen Schreibtischtäters, der als kleines Rädchen einer gesichtslosen Mordmaschine seine Pflicht erfüllt. Erst Anfang der 90er Jahre entstand mit der Goldhagen-Debatte ein Bewusstsein dafür, dass der Vernichtungsprozess durch eine breite Beiteiligung der deutschen Bevölkerung und die Unterstützung durch verschiedene Tätergruppen ermöglicht wurde. Der geschichtswissenschaftliche Vortrag zeichnet den gesellschaftlichen und juristischen Umgang mit NS-Täterschaft nach. Dabei wird auf die Konstruktion verschiedener TäterInnenbilder und deren Funktion für die "Vergangenheitsbewältigung" der deutschen Gesellschaft eingegangen. Außerdem werden beispielhaft NS-Täter und Täterinnen vorgestellt, deren Beteiligung lange ingnoriert wurde: Angehörige der "Grünen Polizei", Frauen im Gefolge der Waffen-SS und so genannte "ausländische Hilfswillige".
Henny Dreifuss, Jahrgang 1924, erlebte ihre Kindheit in Mannheim. Aus politischen Gründen emigrierte die Familie 1933 nach Frankreich, die jüdische Herkunft holte die Familie erst später ein. Anfang der 40er Jahre knüpfte sie Kontakte zur Résistance und begann im Januar 1943 mit knapp 19 Jahren für den Widerstand zu arbeiten. Als "Marguerite Barbe“ war es ihre Aufgabe Kontakte zu deutschen Soldaten aufzunehmen um antifaschistische Gruppen innerhalb der deutschen Wehrmacht zu gründen. Henny Dreisfuss erlebte die Befreiung 1945 in Lyon. Ihre Eltern sind in Auschwitz, ihr Bruder in Majdanek ermordet worden. Nach ihrer Rückkehr war sie viele Jahre in Düsseldorf journalistisch tätig. Sie engagierte sich in der IG Druck und Papier und war von 1972 bis 1985 als Landesfrauenleiterin ehrenamtlich aktiv sowie Mitglied des Landesbezirksvorstandes NRW.
Sie sind häufig grob, vollmundig und manchmal auch im Marschtempo. Sie erzählen von schweren Kämpfen und kündigen bessere Zeiten an.Sie werden nie im Radio gespielt und die Textillinken ekeln sich vor ihnen. Und dennoch sind sie nicht totzukriegen und werden immer wieder gesungen: ArbeiterInnen- und Kampflieder. Wenn die Pariser Commune die Kannonen auf den Gegner richtet, die Partisanen durch die Steppe ziehen, die spanischen Faschisten über den Ebro getrieben werden und der Rote Wedding gegrüßt wird, dann präsentieren Anarchos & Kommies den jahrhundertealten Soundtrack, der die Kämpfe von damals (und heute) begleitetet.
Layout, Transpis, Sprühschablonen... was du brauchst und wie es geht. Basics der Gestaltung und Umsetzung.
Layout, Transpis, Sprühschablonen... was du brauchst und wie es geht. Basics der Gestaltung und Umsetzung.
Weitere Infos im Camp
Wie sicher ist das Internet? Wer darf wann auf meine Daten zugreifen? Wie bewege ich mich sicher im Netz? Wir zeigen, wo und wann Menschen im Internet und auch auf dem Heim-PC gefährdet sind und geben eine Übersicht und praktische Einweisung in einfachen Selbstschutz. Dazu gehört u.a. Verschlüsselung von Email- und anderen Netzverkehr, anonymes Surfen, Absichern der eigenen Festplatte, Sensibilisierung im Umgang mit Daten, ob persönliche oder öffentliche. Nach einer kurzen Einführung helfen wir beim Erstellen von PGP Schlüsseln, zeigen Möglichkeiten die eigenen Daten zu verschlüsseln und klären allgemeine Fragen zum Thema Computer & Internet. Wer praktisch mitmachen möchte, kann Laptop und / oder USB-Stick mitbringen oder einfach Infos + Material mit nach Hause nehmen.
Anlässe, politisch aktiv zu werden, gibt es jeden Tag genug. Dabei lauern allerdings mehr Stolpersteine als es auf den ersten Blick scheinen mag: Schon mal satirisches Straßentheater gemacht und dabei für echte Schwarze Sheriffs gehalten worden? Schon mal eine Spontandemo gemacht und reichlich Ärger mit den Cops gehabt? Schon mal eine Kundgebung vor'm Abschiebeknast gemacht und von Anwohnern für Autonome Nationalisten gehalten worden? Ist uns so oder so ähnlich auch schon passiert, Fettnäpfchen gibt es reichlich. In den drei parallel laufenden AGs wollen wir diskutieren, wie sich Fehler vermeiden lassen und welche Aktionsform bei welchem Anlass Sinn macht. Wann lohnt sich die Mühe, zu diskutieren und sich auf die Kraft des Arguments zu verlassen, wann sind konsequente Blockaden sinnvoller und zu welchen Gelegenheiten bietet es sich an, den politischen Gegner einfach auszulachen?
a) Demo - Wie geht das?
b) Wenn's mal schnell gehen muss
c) Kommunikationsguerilla
Mit praktischen Übungen.
(Mit der Bitte um Voranmeldung bis zum ersten Camptag!! bitte nach Möglichkeit einen Laptop mitbringen - ist aber nicht Voraussetzung!)
(Initiative CasaNova, Köln)
In der Geschichte von Graffitti & anderer „Straßenkunst“ gewinnt vor allem Streetart immer mehr Präsenz im öffentlichen Raum. Gesellschaftlich als schön gelesen kann sie dennoch subversiv & nicht zuletzt politisch sein. Was kann Streetart, was macht Streetart & was braucht Streetart? In dem Workshop wollen wir uns neben Geschichte und Entwicklung von Graffiti und Streetart mit deren politischen Dimensionen auseinandersetzen, um dann schlussendlich selbst aktiv zu werden. Wir probieren Methoden und Techniken aus um, z.B. selbst eine Sprühschablone anfertigen zu können.
Ob Konzert, Party, Kundgebung oder Lauti – eine PA ist immer eine ziemlich hilfreiche Sache. Aber wie bau ich das Ding auf? Welches Kabel gehört wohin? Wie heißt eigentlich diese Dings-da? Warum gibt es dicke, große und kleine, flache Mikrofone? Was bedeutet XLR und warum brauchte die Anlage in dem Laden, wo ich letztens war eigentlich keinen Verstärker? Was ist eigentlich mit diesen unzähligen Knöpfen auf dem Mischpult? Und was mach ich eigentlich, wenn es anfängt, zu fiepen und zu brummen?
All das sind Rätsel, die in den meisten Gruppen und Zusammenhängen nur einige wenige lösen können. Dagegen will dieser Workshop etwas unternehmen. In drei Stunden wird zwar niemand zur ExpertIn, aber die Grundzüge lassen sich in ausreichender Weise erklären, so dass ihr nach dem Camp weitermachen könnt.
Dieser Workshop richtet sich ausdrücklich an AnfängerInnen. Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 begrenzt. Und weil wir die gesellschaftlichen Verhältnisse kennen, aber keineswegs reproduzieren wollen sondern sie verändern, ist dies im Besonderen eine Einladung an alle weiblichen Interessierten.
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Im Juni 2009 gingen bundesweit mindestens eine viertel Million Menschen auf die Straße um für eine bessere Bildung zu demonstrieren. Was genau waren die Ziele? Wie hat man es geschafft so viele Menschen auf die Straße zu bringen? Wie geht es weiter mit dem Bildungsstreik? Welche Perspektiven eröffnen sich dadurch für andere soziale Kämpfe? Diese und Fragen werden wir gemeinsam erörtern und diskutieren.
Im Juni 2009 gingen bundesweit mindestens eine viertel Million Menschen auf die Straße um für eine bessere Bildung zu demonstrieren. Was genau waren die Ziele? Wie hat man es geschafft so viele Menschen auf die Straße zu bringen? Wie geht es weiter mit dem Bildungsstreik? Welche Perspektiven eröffnen sich dadurch für andere soziale Kämpfe? Diese und Fragen werden wir gemeinsam erörtern und diskutieren.
(Antifa Kok und Akku)
Kaum ein Thema ist in der Antifa so umstritten wie die Bündnisarbeit. Für die einen ist sie Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche politische Arbeit, weil nur Bündnisse in der Lage sind Menschen zu mobilisieren und zu erreichen, die nicht Teil der eigenen Szene sind. Die anderen lehnen Bündnisse ab, weil die in ihnen Inhalte und Radikalität verloren gehen. Wir wollen mit Euch über die theoretischen Grundlagen von Bündnisarbeit diskutieren. Der Schwerpunkt der AG wird aber Praxis bezogen sein. Wir wollen anhand von konkreten Bespielen aus unserer und eurer Erfahrung folgende Fragen diskutieren:
1) Was ist der Sinn und Zweck von einem Bündnis?
2) Unter welchen Bedingungen sind Bündnisse überhaupt sinnvoll?
3) Wer sind potentielle Bündnispartner/innen und wie spreche ich sie an?
4) Wie funktioniert eigentlich Bündnisarbeit ?
5) Woran scheitern Bündnisse und wie lässt sich das verhindern?
Politisch aktive Menschen sind häufig mit Repression konfrontiert. Dies kann neben Prozesskosten, Knast und körperlichen Verletzungen auch zu psychischen Belastungen wie Traumatischem Stress führen. Um damit einen genauso solidarischen Umgang wie mit Prozesskosten oder körperlichen Verletzungen zu finden, ist es wichtig, sich mit dem Thema "Traumatische Erlebnisse und deren Folgen" auseinanderzusetzen und gemeinsam gegen diese Form von Repression zu handeln. Wie wichtig ein unterstützender, solidarischer Umgang miteinander für dauerhafte politische Arbeit ist soll in diesem Workshop gezeigt bzw. gemeinsam erarbeitet werden.